Holzpellets, ein Produkt, das bis vor relativ kurzer Zeit billig, leicht verfügbar und umweltfreundlich war. Da die Preise außer Kontrolle geraten sind, fragen sich immer mehr Menschen, ob sie ihre eigenen Holzpellets herstellen können. Die Antwort lautet: Ja, das kann man. Und zwar mit relativ wenig Aufwand.
Die Herstellung von Holzpellets erfordert eine bestimmte Ausrüstung. Die wichtigste ist natürlich die Pelletpresse. Sie verarbeitet das Rohmaterial zu den fertigen Pellets. Ob Sie auch eine Mühle benötigen, hängt ein wenig von der Art des Rohmaterials ab, das Sie haben. Für einen Hausbesitzer, der gefällte Zweige und Äste zu Pellets verarbeiten möchte, kann eine so genannte Hammermühle erforderlich sein, die das Gartengestrüpp in ein feines Sägemehl zerkleinert, das dann in der Pelletpresse pelletiert werden kann. Wenn Sie sich in der Nähe einer Schreinerei befinden, können Sie das Sägemehl bestenfalls kostenlos, manchmal auch für einen kleinen symbolischen Betrag erhalten. In diesem Fall ist keine weitere Verarbeitung erforderlich, und die Säge- oder Hobelspäne können direkt pelletiert werden.
Die Pelletpresse muss eine Holzpelletpresse. Nicht alle Pelletpressen eignen sich für die Herstellung von Holzpellets, und die meisten der auf dem Markt befindlichen Maschinen sind eigentlich sogenannte futterpressen. Sie sehen äußerlich sehr ähnlich aus, unterscheiden sich aber in ihrem Inneren. Diese sogenannten Futterpressen sind, wie der Name schon sagt, zum Pressen von Getreide und Mais gedacht. Nicht für Holzpellets. Der Kauf der falschen Maschine kann eine kostspielige und langwierige Angelegenheit sein. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie sich vergewissern, dass die Maschine, die Sie kaufen möchten, für das Pressen von Holzpellets geeignet ist, auch wenn sie ein paar hundret Euro teurer ist. Bei Skånekraft führen wir mehrere Pelletpressen, die für eine effiziente und kontinuierliche Produktion von Holzpellets ausgelegt sind.
Hier sind einige unserer Maschinen für die Herstellung von Holzpellets
Das Rohmaterial ist mindestens genauso wichtig wie die Pelletpresse. Damit die Pelletierung eine wirtschaftliche Lösung ist, die den Kauf von Maschinen, den Strompreis und die Arbeitszeit einschließt, muss die Versorgung mit Rohmaterial gut sein. Und zwar möglichst kostenlos oder zumindest sehr günstig. Die Betriebskosten sind in den meisten Fällen recht bescheiden, selbst bei hohen Strompreisen. Selbst bei hohen Strompreisen verbraucht eine Holzpelletpresse mit einem 7,5 kW-Motor im Normalbetrieb weniger als 7,5 kW. Wenn wir also von einem verrückten Strompreis von 10 SEK/kWh ausgehen, liegen die Kosten pro Kilo Pellets bei etwa 30 Öre, ohne Arbeits- und Rohstoffkosten. Die Berechnung basiert auf dem himmelhohen Strompreis von 10 SEK/kWh, einem effektiven Verbrauch von etwa 5 kWh und etwa 160 Kilo fertigen Pellets pro Stunde. Das liegt ungefähr in der Mitte der Kapazität von 120-200 kg für die betreffende Maschine.
Die besten Holzarten für die Pelletierung sind Fichte, Kiefer und Eiche. Andere Holzarten sind natürlich auch gut geeignet, aber die besten Ergebnisse werden bei der Pelletierung von Nadelholz erzielt. Birke, Buche und Lärche sollten mit anderen, leichter zu pelletierenden Holzarten gemischt werden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Bei Birke liegt das vor allem daran, dass diese Holzart nicht die Menge an Lignin enthält, die erforderlich ist, um das Sägemehl wirksam zu Pellets zu binden. Buche und Lärche sind reich an Harz, was zu Verstopfungen in der Pelletpresse führen kann. Eine solche Verstopfung ist jedoch leicht zu beheben. Die Matrize wird entfernt und die Pellets werden mit einem Dorn herausgestochen.
Im Laufe der Jahre hat sich als Material für die Pelletierung der so genannte Gartenreis durchgesetzt. Hier wird den Pellets eine kleine Menge Rinde zugesetzt, die die fertigen Pellets bräunlich färben kann. Diese Pellets können auch stärker veraschen als normale Holzpellets, aber das ist marginal. Und keine der von uns getesteten Pelletanlagen, die solche Pellets verbrennen, hatte Probleme mit der Aschemenge. Die Tests wurden in mehreren Heizkesseln und kleineren Pelletöfen durchgeführt. Der einzige bemerkenswerte Unterschied liegt im Aschekasten. Sie muss etwas häufiger als üblich geleert werden.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Rohmaterials ist wichtig. In den großen Pelletfabriken auf der ganzen Welt werden sehr ausgeklügelte Trocknungssysteme eingesetzt, die das Rohmaterial mit sehr hoher Präzision trocknen können, manchmal bis auf ein Zehntelprozent genau. Wir verfügen nicht über solche Systeme, wenn wir unsere eigenen Pellets pressen. Für uns sind daher Feuchtigkeitsmesser und natürliche Trocknung der richtige Weg. Die manuelle Trocknung dauert länger und erfordert ein wenig Schnitzarbeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was funktioniert, aber wenn man erst einmal gelernt hat, das Sägemehl mit der Hand zu fühlen, wird der Feuchtigkeitsmesser kaum noch benötigt. Normalerweise binden Nadelhölzer zu sehr feinen Pellets von etwa 10-16%. Laubhölzer etwas niedriger.
Wenn die Pellets erfolgreich gepresst wurden, sind sie sehr heiß, oft dampfend, ähnlich wie eine heiße Tasse Kaffee. Wenn die Pellets Raumtemperatur erreicht haben, sind sie bereits merklich getrocknet und können in neun von zehn Fällen sofort verbrannt werden. Während der Abkühlung härten die Pellets auch aus und werden dadurch haltbarer. Überwachen Sie den Abkühlungsprozess und vermeiden Sie zu tiefe Lagergefäße, da die verdunstende Feuchtigkeit frei abfließen können muss, ohne von anderen Pellets aufgenommen zu werden. Es reicht aus, die Pellets einige Dutzend Minuten lang auf einer ebenen, kühlen Fläche auszubreiten, z. B. auf einer Presse auf einem Betonboden. Nach dieser Zeit können die Pellets luftdicht gelagert werden, ohne dass die Gefahr der Kondensation besteht.




